12.04.2020 - Ostersonntag

„Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Egal wo ihr seid und diese Worte sprecht - es ist in diesem Moment Ostern geworden. Das kann kein Virus, keine Ausgangsbeschränkung und keine soziale Distanz verhindern. Wir feiern unseren auferstandenen Herrn und Heiland Jesus Christus. Und wir feiern - vielleicht auf ungewohnte Art und Weise -  im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. AMEN.

 

Lasst uns gemeinsam singen: Lied EG 116, 1-5 „Er ist erstanden“

https://youtu.be/d2g2FVTZxyQ

 

1. Er ist erstanden, Halleluja! Freut euch und singet, Halleluja!

Denn unser Heiland hat triumphiert, all' seine Feind' gefangen er führt.

 

R: Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, der uns erlöst hat vom ewigen Tod.

Sünd' ist vergeben, Halleluja! Jesus bringt Leben. Halleluja!

 

2. Er war begraben drei Tage lang. Ihm sei auf ewig Lob, Preis und Dank;

denn die Gewalt des Tod's ist zerstört; selig ist, wer zu Jesus gehört.

 

3. Der Engel sagte: "Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesus, hier ist er nicht.

Sehet, das Grab ist leer, wo er lag: er ist erstanden, wie er gesagt."

 

 

Viele Menschen beten in diesen Tagen mit Worten aus Psalm 91.

Er hat in Zeiten von Corona eine neue Aktualität erlangt. Wir wünschen uns Schutz vor der „verderblichen Krankheit“. Beten wir gemeinsam mit diesen alten und doch so brandaktuellen Worten und stellen uns unter den Schirm des Höchsten.

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt

und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt,

der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg,

mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers

und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken,

und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.

Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,

dass du nicht erschrecken musst vor dem Grauen der Nacht,

vor dem Pfeil, der des Tages fliegt,

vor der Pest, die im Finstern schleicht,

vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt.

Denn der HERR ist deine Zuversicht,

der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen,

und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen,

dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen

und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

Über Löwen und Ottern wirst du gehen

und junge Löwen und Drachen niedertreten.

»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten;

er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not,

ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

 

Die Gedanken zum  Ostersonntag nehmen Worte aus Psalm 91 auf.

 

 

Lasst uns gemeinsam beten.

Vater im Himmel, ja, das wünschen wir uns: Bewahrung und Schutz für uns und unsere Lieben und unsere Brüder und Schwester weltweit. Ein langes, gesundes Leben. Für viele Menschen ist das in diesen Zeiten fern.

Und doch wird es Ostern. Mitten hinein in alle Unsicherheit, in alle Angst und alle Sorgen spricht der Engel am leeren Grab: „Fürchtet euch nicht!“ Deine Auferstehungskraft hält nichts und niemand auf. Angst weicht. Kraft kommt. Weil Du Gott hier bist. Aus Finsternis machst Du Licht. Aus Todesnacht wird Auferstehungsmorgen. Damit auch unsere Nacht ein Ende hat. Damit der Tod nicht mehr das Ende ist.

Als deine Kinder sind wir Kinder des Lichts.Deshalb kommen wir zu Dir. Deshalb suchen wir Deine Nähe. Weil bei Dir Leben, Licht und Freude sind. Auch wenn wir räumlich getrennt sind, verbindest Du uns durch deinen Heiligen Geist.

 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit
Amen

 

Gott segne und behüte Euch auf euren Wegen durch die Feiertage und Nachosterzeit!

Eure Pfarrerin Kathrin Douglass