10.05.2020

Seid herzlich gegrüß!

"Ich muss einfach mal raus!" Diesen Satz habe ich in den letzen Tagen nicht nur einmal gehört. Unter Leute kommen, miteinander reden, hören, wie es anderen so geht... Wie gut, dass wir wenigstens telefonieren können, wie gut, dass wir auf der Straße, am Gartenzaun oder beim Einkaufen miteinander reden können. Wie gut, dass sich das Kontaktverbot jetzt etwas lockern wird und wir auch wieder im kleinen Kreis zusammensitzen können. Wie wichtig Kommunikation für uns ist, haben wir selten so deutlich vor Augen geführt bekommen wie in dieser Zeit. Gilt das eigentlich auch für Gott? Wenn er eine Person ist, wovon der jüdisch-christliche Glaube fest ausgeht, dann sehnt sich auch Gott nach Kommunikation mit uns. Ein letztes Mal möchte ich mit euch auf die Geschichte von der Sturmstillung schauen und darüber nachdenken, wie unsere Kommunikation mit Gott unsere Ängste beeinlussen kann.

 

"Und es begab sich an einem der Tage, dass er in ein Boot stieg mit seinen Jüngern; und er sprach zu ihnen: Lasst uns über den See fahren. Und sie stießen vom Land ab. Und als sie fuhren, schlief er ein. Und es kam ein Sturm über den See, und die Wellen überfielen sie, und sie waren in großer Gefahr. Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir kommen um! Da stand er auf und bedrohte den Wind und die Wogen des Wassers, und sie legten sich, und es entstand eine Stille. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Vertrauen? Sie aber fürchteten sich und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist dieser? Auch dem Wind und dem Wasser gebietet er, und sie sind ihm gehorsam." (Lukas 8,22-25)

 

Hier gibt es ein paar Gedanken zur Geschichte.

 

Lasst uns gemeinsam beten:

Guter Gott, Vater im Himmel, mach uns dankbar für jeden Tag, an dem wir gesund sind. Lass uns nicht vergessen, dass unser Leben ein Geschenk ist. Dass wir nicht alles kontrollieren können. So vieles im Leben kommt oft so laut daher und ist doch gar nicht wesentlich. Mach uns dankbar für all das, was wir in guten Zeiten so schnell für selbstverständlich halten. Du bist bei uns. Du begleitest uns. Wir vertrauen dir.

 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit
Amen

 

Gott segne und behüte Euch auf euren Wegen in der kommenden Woche!

Eure Pfarrerin Kathrin Douglass