24.05.2020

Seid herzlich gegrüßt!

Christi Himmelfahrt - ein Feiertag, mit dem viele nicht so richtig etwas anfangen können. Dass Jesus auf einer Wolke in den Himmel geflogen sein soll, klingt doch reichlich märchenhaft. Der "Himmel" ist im Sinne der Bibel ja auch kein geografischer Ort. Es ist der Herrschaftsbereich Gottes. Und wenn Jesus in den Himmel "auffährt", dann bedeutet das, dass er nach seinem 40tägigen Zwischenaufenthalt nach Ostern auf der Erde nun bei Gott ist. Jede Vorstellung, wie dieser Übergang von Raum und Zeit in Gottes ewige Welt genau geschehen sein soll, wird zu kurz greifen, weil uns die Bilder und Worte dafür fehlen. Lukas, der die Geschichte der ersten Christen beschreibt, berichtet davon im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte.

Jesus führte seine Jünger von Jerusalem nach Betanien. Er segnete sie mit erhobenen Händen.
Noch während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben.
Die Jünger fielen vor ihm nieder. Danach kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück.
Von da an gingen sie immer wieder in den Tempel, um Gott zu loben und ihm zu danken. (Lukas 24,50-53)

 

Nachdem er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen in den Himmel emporgehoben. Eine Wolke verhüllte ihn, und sie sahen ihn nicht mehr. (Apostelgeschichte 1,9)

 

Weitere Gedanken dazu findet ihr hier.

 

Lasst uns gemeinsam beten:

Guter Gott, in diesen Tagen erleben wir vieles, das uns Angst macht oder schmerzt. Wir sehen Bilder und hören Nachrichten aus der ganzen Welt, die uns beunruhigen. Wir machen uns Sorgen um andere und uns selbst.
Doch wir erleben auch, wie sich Menschen für andere einsetzen, für einander da sind und sich gegenseitig helfen. Klarer als je zuvor spüren wir, was im Leben wirklich wichtig ist und auf was wir auch verzichten können. Zeige uns, wo wir gebraucht werden. Schenke uns gute Ideen, wie wir helfen können. Schenke uns Kraft und Ausdauer, besonnen durch diese Zeit zu gehen.

 

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name
Dein Reich komme
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Unser tägliches Brot gib uns heute
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit
Amen

 

Gott segne und behüte Euch auf euren Wegen in der kommenden Woche!

Eure Pfarrerin Kathrin Douglass